01.09.2026
Programm im September
Vortrag
Donnerstag, 10.09.2026
Vortrag vom Antifaschistischen Arbeitskreis Detmold mit Prof. Dr. Virchow zum Thema "Welche Folgen hätte ein Parteiverbot?"
Beginn: 19:00 Uhr
Stadthalle Detmold (kleiner Saal)
Offenes Antifa Treffen (OAT) Detmold
Donnerstag, 24.09.2026
Wir wollen darüber sprechen wie man sich im Internet schützen kann und man bei digitaler Sicherheit beachten sollte.
Alte Pauline, Bielefelder Str. 3, 32756 Detmold
Beginn: 19:30 Uhr
Offen ab 19:00 Uhr
20.08.2026
Sozialkürzungen + Aufrüstung = Perfect Match
Das ist alles kein Zufall
Warum die Sozialkürzungen den im Aufrüstungswahn befindlichen Parteien eigentlich ganz recht kommen
Soziale Kürzungen verfolgen eine ökonomische Funktion:
Sie verschärfen die materielle Not* und schaffen damit einen Zwang, sich unter schlechteren Bedingungen zu verkaufen, sei es an den Arbeitsmarkt oder, im äußersten Fall, als Soldat:in an der Front.
* Materielle Not bezeichnet einen Mangel an lebensnotwendigen oder grundlegenden materiellen Gütern wie Nahrung, Kleidung, Wohnraum oder Geld.
„Verarmung erzeugt Verfügbarkeit!"
Wer keine soziale Absicherung mehr hat, ist eher bereit, die eigene Arbeitskraft oder das eigene Leben im Interesse des Staates und des Kapitals einzusetzen.
Deshalb ist es widersprüchlich, wenn Parteien, die zu den entschiedensten Befürworter:innen von Aufrüstung und Kriegskurs zählen, sich öffentlich an Protesten gegen genau diese Kürzungen beteiligen. Diese Kürzungen sind kein Betriebsunfall, sondern dienen den Interessen jener Politik, die dieselben Parteien mittragen:
Eine Bevölkerung, die ökonomisch unter Druck steht, lässt sich leichter für Aufrüstung und Kriegsbereitschaft mobilisieren.
10.08.2026
Wir Linken müssen doch zusammenhalten?
Spaltung oder legitime Kritik
1. Kritik als Prinzip, nicht als Angriff!
In klassenkämpferischen Bewegungen gilt Kritik nicht als Verrat, sondern als notwendiges Mittel der Selbstreflexion. Nur wer Positionen offen ausdiskutiert und falls notwendig überarbeitet, kann sich als Bewegung weiterentwickeln. Der Vorwurf der „Spaltung" kommt daher meist aus dem linksliberalen Lager, aus jenem Milieu, das sich durch klare Kritik an den eigenen Widersprüchen am stärksten angegriffen fühlt.
2. Das Beispiel Migration
Wenn linksliberale Kreise und sich „links" nennende Parteien Migration vor allem mit ihrem ökonomischen Nutzen begründen, etwa als Antwort auf Fachkräftemangel, ordnen sie Menschen der Verwertungslogik des Kapitals unter, statt ihre Menschenrechte als unveräußerlich zu begreifen. Menschenrechte, die nur dort gelten, wo sie für das Kapital verwertbar sind, sind instrumentalisierte Menschenrechte. Diese Position verdient Kritik. Mit Spaltung hat das nichts zu tun.
3. Solidarität hat Grenzen
Wer die eigenen Werte verrät, verdient keine Solidarität allein aus „Szenezugehörigkeit". Wer inhaltlich nichts mehr mit den gemeinsamen Positionen zu tun hat, kann sich nicht auf sie berufen. Solidarität ohne inhaltliche Grundlage ist Beliebigkeit, keine politische Haltung.
4. Eine klare Grenze: Völkermord!
Gruppen, die einen Völkermord nicht beim Namen nennen oder gar Waffenlieferungen an die Täter:innen befürworten, gehören nicht zu einer klassenkämpferischen und antifaschistischen Bewegung. Das ist eine klare Grenze, keine Diskussionsfrage.
Kritik innerhalb der Bewegung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern einer lebendigen, sich selbst prüfenden Kraft. Wer sie als „Spaltung" diffamiert, verteidigt meist nicht die gemeinsame Sache, sondern die eigene Bequemlichkeit.
01.08.2026
Programm im August
Antifa Kneipe
Donnerstag, 13.08.2026
Alte Pauline, Bielefelder Str. 3, 32756 Detmold
Beginn: 19:00 Uhr
Offenes Antifa Treffen (OAT) Detmold
Donnerstag, 27.08.2026
Wir wollen darüber sprechen, was wir dem Erstarken der extremen Rechten und der Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses nach rechts entgegensetzen können, um der gefühlten Machtlosigkeit zu entkommen.
Alte Pauline, Bielefelder Str. 3, 32756 Detmold
Beginn: 19:30 Uhr
Offen ab 19:00 Uhr
15.01.2026
Wir gedenken Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von rechten Freikorps im Auftrag von Gustav Noske (SPD) ermordet.
Sie wurden ermordet, weil sie für die Befreiung der Arbeiter*innenklasse kämpften und sich entschieden gegen Krieg, Ausbeutung und die bestehende Machtordnung stellten.
Ihr Kampf galt der Vergesellschaftung der Produktionsmittel, einer Räterepublik unter Kontrolle der Arbeiter*innenklasse und der Überwindung der kapitalistischen Klassenherrschaft.
Rosa Luxemburg, geboren 1871, war eine prägende Theoretikerin der marxistischen Bewegung und der revolutionären Linken. Sie kritisierte nationalistische Ideologien und soziale Ungerechtigkeit.
Karl Liebknecht, ebenfalls 1871 geboren, war Jurist und revolutionärer Kommunist. Er stellte sich kompromisslos gegen Krieg und Militarismus und benannte die herrschende Klasse als treibende Kraft von Unterdrückung und Gewalt. Sein Satz „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“ ist bis heute bekannt und entlarvt auch heute noch die bestehenden Machtverhältnisse.
Ihr Bestreben lag im offenen Bruch mit Krieg, Kapitalherrschaft und sozialdemokratischer Anpassung. Sie standen für die Selbstbefreiung der Arbeiter*innenklasse, für die Überwindung der Ausbeutung durch Lohnarbeit und für eine Gesellschaft, in der Macht und Produktion von den arbeitenden Menschen selbst ausgehen.
Der Blick auf heute macht dieses Gedenken aktuell. Erneut tragen demokratische Parteien Aufrüstung, Militarisierung und außenpolitische Eskalation mit und erklären sie zur Verantwortung oder zum Sachzwang. Wieder wird die soziale Frage der Logik des Krieges untergeordnet, wieder werden Interessen von oben als alternativlos verkauft.
28.09.2025
Bücherschrank
Hallo zusammen,
wir haben jetzt einen virtuellen Bücherschrank. Bei den letzten Treffen kam der Wunsch nach einer Art Leseliste mit Empfehlungen auf und genau das haben wir hier umgesetzt.
Ihr findet darin Tipps zu Büchern, Dokumentationen und Podcasts. Egal ob Marx’ Werke, die neueste Arte-Doku gegen Imperialismus oder einfach eine spannende Podcast-Folge zum Thema Kolonalismu, hier können wir all das sammeln und teilen. Über Tags könnt ihr die Inhalte nach Themen sortieren und schneller das finden, was euch interessiert.
Auch eigene Vorschläge sind willkommen! Einfach eintragen, und nach einer kurzen Prüfung durch uns wird euer Beitrag freigeschaltet.
Hinweis: Bitte vermeidet nach Möglichkeit Links zu Amazon oder Spotify. Nutzt stattdessen lieber die Verlagsseiten, die offiziellen Homepages oder Plattformen wie YouTube.**
24.06.2025
Awareness beim OAT – unser Konzept
Wir wollen, dass sich alle beim Offenen Antifa Treffen wohlfühlen können. Dafür gibt’s jetzt ein Awareness-Konzept
Es geht um gegenseitige Verantwortung, um Rücksicht und darum, diskriminierendes Verhalten nicht stehen zu lassen – egal ob rassistisch, queerfeindlich, klassistisch oder übergriffig.
Kein Platz für staatliche Repressionsorgane wie Polizei, Abschiebebehörden oder Verfassungsschutz.
Ansprechpersonen gibt’s – Rückzugsraum auch.
Fragen oder Feedback?
Meldet euch: info@oat-detmold.de
26.05.2025
Einladung zum ersten offenen Treffen am 26.06.2025
Antifa bleibt Handarbeit – deshalb: Organisiert euch!
Der Rechtsruck ist keine abstrakte Gefahr, sondern bittere Realität – auch direkt vor unserer Haustür. Rechte Hetze, autoritäre Politik und menschenverachtende Zustände nehmen zu. Wer dem etwas entgegensetzen will, darf nicht allein bleiben.
Deshalb: Werde aktiv – komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT) Detmold!
Du willst dich antifaschistisch organisieren – ob als Einsteiger*in oder mit Erfahrung? Du suchst Räume für Austausch, politische Diskussion, gemeinsame Planung und praktische Aktionen? Dann ist das OAT der richtige Ort für dich.
Unser erstes Treffen findet am 26.06.25 um 19:30 Uhr statt.
Danach jeden 4. Donnerstag im Monat 19:30 Uhr, solidarischer Einstieg für neue ab 19:00Uhr.
Wann & Wo?
- Jeden 4. Donnerstag im Monat
- Beginn: 19:30 Uhr
- Solidarischer Einstieg für Neue ab 19:00 Uhr
- Alte Pauline, Detmold
Egal, ob du gerade anfängst, dich politisch zu positionieren, oder schon länger aktiv bist – beim OAT findest du einen Ort, an dem kontinuierliche antifaschistische Arbeit möglich wird.
Wir schaffen Strukturen, in denen du dich mit anderen zusammenschließen, gemeinsam lernen, planen und handeln kannst – kollektiv, solidarisch und konsequent gegen Rechts.
Hinweis zur Barrierefreiheit:
- Eingang über Treppe mit ca. 10 Stufen – meldet euch gern, wenn ihr Unterstützung braucht, Klingel vorhanden
- Das Haus ist rauchfrei
- Toiletten befinden sich im Keller, erreichbar über eine Außentreppe mit 5 Stufen
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